Markus Ahr
Herr Ahr, das Unternehmen ahr service konzentriert sich seit langer Zeit auf Dienstleistungen im Gesundheitswesen. Ist diese Spezialisierung ein Vorteil?
Wir haben über Jahrzehnte hinweg gelernt, uns in die Notwendigkeiten und Abläufe von Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen hineinzudenken. Dadurch konnte die Geschichte von ahr zu einer Geschichte intensiver Kundenbindung werden, aber auch zu einer Geschichte immer neuer Dienstleistungen - angepasst an veränderte Rahmenbedingungen und an die Erwartungen und Bedürfnisse der Kunden unserer Kunden: die Patienten und Bewohner.
Das Gesundheitswesen verändert sich zur Zeit.
Ja, und zwar grundlegend. Die Kräfte des Marktes gewinnen an Einfluss. Krankenhäuser und Altenheime werden sich klarer profilieren und positionieren. Servicequalität und Kostenstruktur werden zu überlebenswichtigen Wettbewerbsfaktoren.
Beauftragen Ihre Kunden Sie in erster Linie, um Kosten zu senken, oder geht es um eine Erweiterung des Serviceangebots?
Es geht immer um beides. Wir lösen diesen Widerspruch auf. Allerdings: Besonders erfolgreiche Gesundheitseinrichtungen interessieren sich zunehmend für neue Serviceangebote. Und da sind wir sehr kreativ. Neues zu schaffen ist unsere Stärke. Wir sind immer in der Nähe unserer Kunden, direkt vor Ort in den einzelnen Regionen. Wenn Sie ein offenes Ohr für die Belange Ihrer Kunden haben, bekommen Sie viele interessante Impulse. Mit unserem zentralen Produktmanagement entwickeln wir dann neue Angebote. Oft führt schon die veränderte Kombination von Bestehendem zu erstaunlichen Ergebnissen.
Gibt es so etwas wie einen zentralen Wert für die Tätigkeiten von ahr?
Ja. Bedeutung geben. Dienstleistungen wie Reinigen, Kochen, Servieren wird in unserer Gesellschaft zu wenig Wert beigemessen. Dabei tragen gerade diese dazu bei, dass Menschen sich wohl fühlen. Das Bewusstsein, etwas Bedeutendes, Wertvolles zu tun, ist uns nach innen wie nach außen ein wichtiger Wert.
Welche Rolle spielt es, dass das Unternehmen in vierter Generation Ihren Namen trägt?
Gustav Mahler hat einmal gesagt: »Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.« Es stimmt, dass ich auf eine sehr erfolgreiche Unternehmensgeschichte aufbauen kann. Aber es geht um das Hier und Heute. Dass das Unternehmen und ich den gleichen Namen tragen, ist nicht wichtig. Es kommt auf die gesamte Mannschaft. Wichtig ist allein unsere Glaubwürdigkeit.



